Die Tiefenkompensierung ist ein Verfahren, das in der Videotechnik und Bildverarbeitung eingesetzt wird, um Kontrast und Sichtbarkeit von Bildern oder Videos in dunklen Bereichen zu verbessern. Sie wird auch als “Gammakorrektur” bezeichnet.
Das menschliche Auge nimmt Helligkeit nicht linear wahr. Das bedeutet, dass Veränderungen in dunklen Bildbereichen weniger auffallen als in hellen. Die Tiefenkompensierung nutzt dieses Wahrnehmungsverhalten, um das Bild so anzupassen, dass die sichtbaren Details in den Schatten und dunklen Bereichen besser zur Geltung kommen.
Die Tiefenkompensierung verändert die Helligkeitskurve des Bildes, indem sie den Gamma-Wert anpasst. Ein höherer Gamma-Wert erhöht die Helligkeit in den dunklen Bereichen, während ein niedrigerer Gamma-Wert die Helligkeit verringert. Dieses Verfahren ermöglicht eine bessere Differenzierung und Darstellung von Details in den Schattenbereichen.
Die Tiefenkompensierung wird in verschiedenen Bereichen wie der Videowiedergabe, der Bildbearbeitung und der Monitorkalibrierung eingesetzt. Innerhalb der Adobe Produktpalette ist der Rendering Intent “Relativ farbmetrisch mit Tiefenkompensierung” der voreingestellt RI für Photoshop, InDesign und Illustrator.
Eine zu starke Anpassung der Tiefenkompensierung kann zum Verlust von Bildinformationen oder zu einer unnatürlichen Darstellung führen.
Ab Mittwoch, dem 21.2.2024 findet wieder das zweitätige Farbmanagement-Symposium der Fogra in München statt. Zum einen berichten dabei Farbmanagementexperten aus der Produktions-Industrie und -Mittelstand über ihren Stand der Implementation und Umsetzung von Farbmanagement, so in diesem Jahr Proctor & Gamble, L‘Oréal und Kärcher, aber auch aktuelle Entwicklungen in Bereichen wie ECG, Softproof und Hardcopy Proof werden vorgestellt und diskutiert. Einen eigenen Focus hat das Thema Decoration Proofing bekommen, das zeigt, wie anspruchsvolle dekorative Oberflächen erfasst, im Softproof korrekt dargestellt und anschließend auch korrekt gedruckt werden können. Für uns als Fogra-Mitgliedweiterlesen
In den neuen PANTONE Fächern 2023 haben sich mehrere Fehler eingeschlichen. Sowohl im PANTONE Solid Coated als auch im Solid Uncoated Fächer finden sich Farben, bei denen die neuen Rezepturen falsch sind. Im PANTONE Solid Coated Fächer 2023 sind die PANTONE 107 C und die PANTONE 108 C von identischen Farbrezepten betroffen, sowie die PANTONE 113 C und die PANTONE 114 C. Bei unterschiedlichen Farben kann das ja so nicht der Fall sein. Mehrere Fehler im PANTONE Solid Uncoated Fächer 2023 Im PANTONE Solid Uncoated Fächer 2023 wird es nochweiterlesen
In den letzten Wochen gab es längere Diskussionen auf der Digitaldruck-Mailingliste der Fogra, ob ein Forschungsprojekt zur Definition von standardisierten Tonwertabstufungen von Sonderfarben gestartet werden sollte. Was hat es damit auf sich? Im Bereich von CMYK und Siebenfarbdruck ist die Definition von eindeutigen, druckbaren und proofbaren Standards ja etabliert und perfekt praxiserprobt. Ist das Papier oder die Papierklasse bekannt und definiert, hat man sich auf einen Meßstandard wie M0/M1/M2 festgelegt und kennt den Gehalt an optischen Aufhellern kann im Proof eine hervorragend präzise Darstellung des späteren Drucks erreicht werden. Dieweiterlesen
In diesem Jahr findet die Jahrestagung der Deutschen farbwissenschaftlichen Gesellschaft im Oktober in Dresden in der Sammlung Farbenlehre an der TU Dresden statt. Als Deutsche farbwissenschaftliche Gesellschaft betrachten wir das Thema Farbe unter verschiedenen Aspekten. Schwerpunkte unserer diesjährigen Tagung sind Farbe in Architektur und Kunst, Farbe in der Lichttechnik, Appearance – mehr als Farbe, Farbe bei HDR und Druck und Farbe interdisziplinär. Für das Tagungsprogramm konnten Vortragende aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft gewonnen werden. Im Vorfeld der Tagung findet ein Workshop statt zu: (1) Gleichabständige Farbstufung an Bildschirmen; (2) Farbsystemeweiterlesen