Unter dem Begriff Metamerie versteht man den Effekt, dass zwei Dinge unter einem Licht gleich aussehen können, aber unter einem anderen Licht vollkommen unterschiedlich.
Ganz praktisch lässt sich das an einem Beispiel festmachen: Wenn ein gelbes Blatt Papier und ein weißes Blatt Papier unter gelblichem Licht betrachtet werden, erscheinen beide gleich. Werden die Blätter jedoch unter weißem Licht betrachtet, ist das eine Blatt weiß, das andere gelb, also farblich vollkommen unterschiedlich.
Diese Metamerieeffekte können insbesondere dann sehr stark auftreten, wenn verschiedene Farben und Verfahren für die Herstellung verwendet werden. Das Grau eines Proofs wird oft aus mehreren Farben der oftmals 12-farbigen Proofsysteme hergestellt, während ein Neutralgrau im Offset Druck nur aus der Farbe Schwarz besteht. Die Gefahr von Farbverschiebungen ist also im Proof höher als im rein schwarzen Druck. Auch beim Farbabmustern von St und Drucken können starke Metamerien auftreten.
Auch Beleuchtung kann ein Grund für Metamerie sein. Ein auf D50 ausgerichteter Proof kann zu Druck unter D50 Normlich perfekt passen, unter Tageslicht mit UV Einfluss oder Glühlampenlicht am Abend können aber deutliche Abweichungen, also Metamerien auftreten.
In den letzten Wochen gab es längere Diskussionen auf der Digitaldruck-Mailingliste der Fogra, ob ein Forschungsprojekt zur Definition von standardisierten Tonwertabstufungen von Sonderfarben gestartet werden sollte. Was hat es damit auf sich? Im Bereich von CMYK und Siebenfarbdruck ist die Definition von eindeutigen, druckbaren und proofbaren Standards ja etabliert und perfekt praxiserprobt. Ist das Papier oder die Papierklasse bekannt und definiert, hat man sich auf einen Meßstandard wie M0/M1/M2 festgelegt und kennt den Gehalt an optischen Aufhellern kann im Proof eine hervorragend präzise Darstellung des späteren Drucks erreicht werden. Dieweiterlesen
Eine neue Generation von Farbmessgeräten drängt auf den Markt: Im Gegensatz zu den klassischen Messgeräten, die als vollständig gekapseltes System entweder als Colorimeter oder als Spektralphotometer erhältlich sind, und dann über eine Schnittstelle oder App die Daten an einen Computer liefern oder direkt anzeigen, bestehen die neue Generation von Farbmessgeräten nur noch aus einer Beleuchtung und Software, als Sensor wird die Optik eines zeitgemäßen iPhones von Apple verwendet. Bislang gab es ja zwei Messgeräte-Kategorien am Markt: Zum einen die Präzisionsgeräte, also Spektralphotometer von den Branchengrößen wie X-Rite oder KonicaMinolta, undweiterlesen
Auch dieses Jahr haben wir erneut Proofs für die Fogra-Zertifizierung erstellt und nach München-Aschheim zur Prüfung geschickt. Mit diesen Prüfdrucken, die wir nach drei verschiedenen Proofstandards und auf drei verschiedenen Papieren drucken, weisen wir nach, dass wir nicht nur durch interne Qualitätskontrollen und Checks hervorragende Proofqualität liefern, sondern die Qualität unserer Proofs auch durch externe Fachleute gemessen und bestätigt wird. Wir haben daher nun zum 12. Mal Prüfdrucke durch die Fogra zertifizieren lassen. Seit 2019 sind wir zugleich für die Darstellung von Sonderfarben “Spot-cert” zertifiziert. Wozu Fogra Zertifizierung? Die regelmäßigeweiterlesen
Auch beinahe 9 Jahre nach der Vorstellung des Nachfolge-Farbraumes PSOCoatedV3 ist ISOCoatedV2 / FOGRA39 immer noch der verbreitetste Farbraum in Europa. Wir von der Proof GmbH zählen immer mal wieder überschlägig rund 200 Jobs für u.a. den Bundesverband Druck- und Medien, in der letzten Zählung kamen Proofs in ISOCoatedV2 auf rund 68% aller Proofjobs bei uns. Ein deutliches Zeichen für die weiter hohe Verbreitung des Farbraumes. ISOCoatedV2: Vom klassischen Farbraum zum Leuchtturm der Industrie Neben den Druck-Proofs für den Offsetdruck auf Bilderdruckpapier fallen aber auch zahlreiche Anwendungen mehr in denweiterlesen